01Hinweise systematisch aufnehmen
Ort, Höhe, Ausdehnung und zeitlicher Verlauf einer Auffälligkeit liefern wichtige Anhaltspunkte. Ebenso relevant sind Niederschläge, Geländeanschlüsse, Leitungen, Lüftung, Heizung und frühere Sanierungen.
Eine einzelne Oberflächenmessung erklärt die Ursache noch nicht. Sie ist ein Baustein, der zusammen mit Konstruktion und Schadensbild eingeordnet werden muss.
- erdberührte Außenwände und Sockelanschlüsse
- Boden-Wand-Anschlüsse und Durchdringungen
- Leitungen, Entwässerung und Rückstau
- Kondensation an kalten Oberflächen
02Ursache und Folge trennen
Abplatzender Putz oder Salzspuren sind sichtbare Folgen. Der Feuchtenachschub kann jedoch seitlich, kapillar, über eine Undichtigkeit oder aus der Raumluft erfolgen.
Vor einer Beschichtung oder Innenverkleidung sollte geklärt werden, ob dadurch Feuchtigkeit nur verdeckt wird. Sonst kann eine optische Verbesserung die eigentliche Belastung ungelöst lassen.
03Maßnahmen priorisieren
Zuerst werden akute Einträge oder Leckagen gesichert. Danach folgen gegebenenfalls Messkonzept, Detailuntersuchung und ein zur Konstruktion passendes Sanierungskonzept.
Die spätere Nutzung des Kellers ist Teil der Entscheidung: Ein Lagerkeller stellt andere Anforderungen als beheizter Wohnraum.
Fachliche Vertiefung: Verbraucherzentrale – Feuchter Keller: Was tun? ↗