01Bestandsimmobilien differenziert betrachten
Baualter, Konstruktion, Modernisierungen und laufende Instandhaltung prägen den Zustand einer Immobilie. Deshalb wird eine ältere Konstruktion nicht nach denselben Maßstäben beurteilt wie ein jüngerer oder umfassend veränderter Bestand.
Ziel der Begehung ist eine nachvollziehbare Orientierung: Welche Beobachtungen sind typische Gebrauchsspuren, wo besteht Instandhaltungsbedarf und welche Auffälligkeiten sollten vor einer Entscheidung weiter geklärt werden?
- Dach, Fassade und Bauteilanschlüsse
- Keller, Sockel und erkennbare Feuchtespuren
- Risse, Verformungen und frühere Reparaturstellen
- Fenster, Türen und sichtbare Umbauten
02Kaufentscheidung mit offenen Punkten vorbereiten
Eine Besichtigung kann nur zugängliche und sichtbare Bereiche bewerten. Gerade deshalb ist es wichtig, Grenzen der Prüfung offen zu benennen und fehlende Unterlagen oder nicht einsehbare Bauteile nicht zu übergehen.
Aus der gemeinsamen Betrachtung von Bestand, Unterlagen und Fragestellung entsteht eine geordnete Liste der Punkte, die vor dem Kauf oder im Rahmen einer späteren Sanierung zu beachten sind.
- bekannte Schäden und Sanierungen abfragen
- Unterlagen und sichtbare Ausführung abgleichen
- weiteren Mess- oder Untersuchungsbedarf benennen
03Vom Befund zur Handlungsempfehlung
Die wesentlichen Beobachtungen werden im Besuchsbericht zusammengefasst. Die fachliche Einordnung zeigt, welche Maßnahmen zeitnah erscheinen und welche Punkte planbar zurückgestellt oder vertieft untersucht werden können.
Bei Bedarf können für Planung oder Umsetzung geeignete Fachpartner aus dem gewachsenen Netzwerk vermittelt werden.